Archiv für Januar 2012

Aktion vor Knast in Pfäffikon

Aktion vor dem Gefängnis in Pfäffikon-ZH am 29.01.2012

Mit Lärm und Radau haben wir vor dem Knast in Pfäffikon gefordert: Freiheit für alle politischen Gefangenen!

Solidarität ist eine Waffe!

Gefunden auf Indymedia.org

Demo in Bern wird wiederholt: ANTI-WEF Demo 2.0

Gegen Kapitalismus und seine Gewalt!

Samstag 04.02.2012 um 15.00 Uhr bei der Heiliggeistkirche in Bern.

Nein, wir lassen uns nicht einschüchtern, weder von den Polizeihundertschaften noch von den Politiker_innen, die deren Angriff gegen uns befohlen haben. Wir werden wieder und wieder auf die Strasse gehen, bis die Gründe für Umweltzerstörung, Ausbeutung, Hunger und Unterdrückung beseitigt sind! Nicht weil wir uns gerne den polizeilichen Demütigungen und Schikanen aussetzen, sondern weil wir die alltäglichen Zumutungen und die Zerstörung des Planeten und die Ausbeutung seiner Bewohner_innen satt haben und nicht mehr schweigend hinnehmen.

Wir kennen ihre Machenschaften. Es ist nicht das erste Mal, dass sie uns mit einem riesigen Polizeiaufgebot daran gehindert haben, Kritik zu äussern. Dass sie uns gefesselt, weggeschleift und weggesperrt haben. Dass sie uns bedroht und geschlagen haben. Dass sie uns den Gang auf die Toilette verweigert haben. Dass sie uns befohlen haben, die Kleider auszuziehen. Dass sie uns mit Tränengas eingesprüht haben. Dass sie die Stadt polizeilich besetzt haben. Dass sie unsere Transparente, Flugblätter und Broschüren beschlagnahmt haben.

Wir wissen, warum sie es getan haben. Nicht wegen den angeblichen „Gewaltdrohungen“ haben sie uns am Samstag geschlagen, verhaftet, gefesselt und eingesperrt. Mit Gewalt haben diese Herren und Damen nämlich kein Problem. Im Gegenteil: Gewalt üben sie selber aus um unsere Bewegung, die radikale Kritik an diesen Verhältnissen übt, zu kriminalisieren und zu schwächen. Die angebliche „Gewaltdrohung“ war, wie schon oft, ein Vorwand. Die Repression gegen unliebsame Kritikäusserung wird in Bern schon länger systematisch vorangetrieben: Das Anti-AKW-Camp wurde geräumt, Demonstrierende einer Solidaritätsdemo samt Tram „gekidnappt“, die Anti-Repressionsdemo angegriffen, die SVP wurde mit schier unvorstellbaren Ressourcen beschützt und die Berner Bevölkerung dabei schikaniert… Dass Polizei und Politik jedes Mittel recht ist, um ihre Massnahmen zu rechtfertigen, zeigen die Lügengeschichten rund um die prügelnden Zivilfahnder in der Reitschule. Warum sie das tun ist klar: Sie verteidigen das herrschende System dogmatisch, kompromisslos!

Wir wissen, warum wir es tun. Weil wir nicht schweigen wollen, wenn sich Bonzen_innen und Politiker_innen mit Kulturheinis und sonstigen Berühmtheiten umgeben und sich als die Retter_innen inszenieren, die mit „neuen Modellen die Welt verbessern“ wollen, während sie in Wahrheit die Agenten_innen und Organisatoren_innen der herrschenden Verhältnisse sind. Die Brandstifter_innen präsenteiern sich als Feuerwehr, die Ausbeuter_innen als Wohltäter_innen, die Unterdrücker_innen als Befreier_innen. Sie sprechen in ihrer noblen Schwatzbude darüber, wie sie die Probleme lösen könnten, die sie selber täglich von neuem reproduzieren. Sie werden nicht müde zu wiederholen, wie schwer sie an ihrer Verantwortung tragen, während sie uns die Löhne kürzen, die Mieten erhöhen, die Jobs kündigen, die Sozialleistungen zusammenstreichen…

Wir scheissen auf das WEF, weil es nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems ist. Weil sich dort die Eliten der kapitalistischen Welt treffen und austauschen und weil wir wissen, dass wir von diesen nichts Gutes zu erwarten haben.

Wir rufen dich auf, gemeinsam mit uns zu protestieren, wenn du nicht schweigen willst, während sich Mörder_innen, Ausbeuter_innen und Unterdrücker_innen im verschneiten Davos zur ihrer Selbstbeweihräucherung treffen. Wenn du genug hast, vom Druck auf der Baustelle, von den Arbeitszeiterhöhungen in der Fabrik, vom Mobbing im Büro, vom Stress im Spital, von den Polizeikontrollen und Schikanen, von der Hetze in den Medien, vom Leistungsdruck in der Schule und an der Uni, von der Umweltzerstörung, von der alltäglichen Konkurrenz, von Burnout, Verdrängung, Welthunger, Ausgrenzung, Rassismus, Sexismus, Krieg und Krise. Wir haben nämlich längst genug davon!

Wir sehen uns am 04.02.2012 um 15.00 bei der Heiliggeistkirche in Bern.

Nause, Nause – aus der Traum!

„Wollen wir es schnell erreichen,
brauchen wir noch dich und dich.
Wer im Stich lässt seinesgleichen,
lässt ja nur sich selbst im Stich.“
(Berthold Brecht)

Quelle: Indymedia.org, Demo in Bern wird wiederholt: ANTI-WEF Demo 2.0

AntiRep Bern: Communique zur Anti- WEF- Demo in Bern

Am Samstag 21.1.2012 kam es im Zusammenhang mit der angekündigten Demo gegen das WEF in Davos zu rund 170 Verhaftungen. Das AntiRep empfiehlt allen Betroffenen ein ausführliches Gedankenprotokoll zu den Geschehnissen zu schreiben. Bei Fragen meldet euch bei uns: ea@immerda.ch

Anti- WEF- Demo: Polizei demonstriert ihre Macht in Bern

Für gestern, Samstag 21.1.2012, wurde eine Anti- WEF- Demo in Bern angekündigt. Der Demoumzug wurde von einem Grossaufgebot von Polizeikräften aus verschiedenen Kantonen aber verhindert. Gesamthaft wurden rund 200 Personen – auch Unbeteiligte – eingekesselt. Zahlreiche Personen wurden kontrolliert, festgenommen und weggewiesen.

Die Demonstration hätte sich um 14.00 Uhr bei der Heilliggeistkirche in Bern besammeln wollen. Bereits die Besammlung wurde von den Polizeikräften verhindert. Es wurden rund 150 mutmassliche Demonstrationsteilnehmer_innen im Bollwerk, am Bahnhof Bern und am Bärenplatz eingekesselt. Teilweise wurden die eingekesselten Personen gleich wieder freigelassen, teilweise lediglich einer Personenkontrolle vor Ort unterzogen und teilweise festgenommen. Auch asserhalb der formierten Kessel – sogar schon auf den Zugperrons – kam es zu Verhaftungen. Zusätzlich wurden heute – wie am Tag des SVP- Festes im September 2011 – wieder Wegweisungsverfügungen erlassen. Nach welchen Kriterien die Polizei jeweils vorging, ist nicht ersichtlich. Tatvorwurf sei Landfriedensbruch – obwohl es gemäss dem AntiRep Bern vorliegenden Informationen von Seiten der Demonstration zu keinem Zeitpunkt zu Gewalttätigkeiten im Sinne von Art. 260 StGB gekommen war. Vielmehr scheint es, als würde eine strafrechtliche Legitimation für die Festnahmen konstruiert.

Begründet wird dieser Polizeieinsatz mit dem angeblichen Gewaltpotential, welches von der angekündigten Demonstration ausgegangen wäre. Gemäss einem Pressecommunique der KaPo war „eine Risikoanalyse durchgeführt worden“. Weiter schreibt die Polizei, dass die Gefährdung Unbeteiligter und Sachbeschädigungen nicht hätten ausgeschlossen werden können, weshalb entschieden worden war, Personenkontrollen durchzuführen. Dieses Gefahrenpotential wurde gestützt auf einen anonymen Aufruf zur Gewalt konstruiert. Dieser Aufruf ist der Öffentlichkeit bis zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht zugänglich und kann weder der Organisation noch möglichen Teilnehmer_innen zugeordnet werden. Auch wurde der Organisation vorgeworfen, dass sie nicht zu einer gewaltfreien Demonstration aufgerufen hätte. Die Organisator_innen hatten aber gestern auf der Internetplattform indymedia noch betont, dass die Demonstration reibungslos und ohne Zwischenfälle verlaufen soll. Darüber hinaus hatten die im Bollwerk eingekesselten Personen durch die Lautsprecher mitgeteilt, dass es sich um eine friedliche Kundgebung handelt.

Als Reaktion bildeten sich kleinere friedliche Spontandemonstrationen und Platzkundgebungen in der Innenstadt. Während fünfzehn Minuten zogen rund 100 Personen lautstark durch die Berner Altstadt ohne von der Polizei behelligt zu werden. Um rund 16.30 wurde aber in der Speichergasse ein weiterer Kessel errichtet. Dort wurden Personen auch aus den angrenzenden Lokalen heraus verhaftet, darunter selbst der Leiter eines Workshops der heute stattfindenden Tour de Lorraine.

Die Verhafteten wurden in den Polizeiposten Neufeld verbracht. Dort hatte die Polizei bereits im Vorfeld Massenzellen vorbereitet. Die Freigelassenen berichten, dass die Festgenommenen lange Zeit in den Autos vor dem Polizeiposten hatten warten müssen. Der Gang zur Toilette wurde während dieser Wartezeit untersagt. Mehrere Personen waren gezwungen, gefesselt in die eigenen Kleider zu urinieren. Auch wurden die Betroffenen bedroht und beleidigt. Mehrere Personen berichteten uns, dass gegen die in Käfigen festgehalteten Personen Pfefferspray eingesetzt wurde. Die Betroffenen wurden über mehrere Stunden festgehalten. Wahrscheinlich um ca. 01.00 Uhr wurde die letzte Person aus dem Gewahrsam entlassen.

Noch gestern räumte die Polizei ein, dass das Vorgehen vom 10. Septmber 2011 während des SVP- Festes, „nicht rechtens“ gewesen sei. Damals wurden zahlreiche Personen willkürlich festgenommen oder aus der Innenstadt weggewiesen. Die Beschwerde gegen eine solche Wegweisungsverfügung wurde gutgeheissen. Der Polizei sei hier ein Fehler unterlaufen und es sei prioritär, dass solche Fehler vermieden werden können, beteuerte gestern der Polizeisprecher gegenüber den Medien. Dennoch ist es nicht erstaunlich, dass die Polizei heute in Bern an diese willkürliche Vorgehensweise angeknüpft hat. Ein solches präventives Eingreifen seitens der Polizei steht im Zusammenhang mit einer allgemeinen Verschiebung des kriminalpolitischen Fokus. Der Schwerpunkt liegt heute in der vorsorglichen Gefahrenabwehr und in der Vorbeugung eines allfälligen Schadens. Damit wird die Grenze zu strafrechtlich relevantem Verhalten stetig vorverlagert, bzw. die Schwelle für polizeiliches Eingreiffen stetig herabgesetzt. Mehr und mehr ist keine strafbahre Tat mehr notwendig, sondern es reicht bereits die potentielle Möglichkeit nichtkonformen Verhaltens dafür aus, um Opfer von Repression zu werden. So bieten heute willkürliche Merkmale wie Äusserlichkeiten und unterstellte Gewaltbereitschaft Grund genung, um eingekesselt, kontrolliert, verhaftet und über mehrere Stunden festgehalten oder weggewiesen zu werden.

Das AntiRep Bern zieht aus dem heutigen Tag eine traurige Bilanz: Gesamthaft wurden über 200 Personen auf blossen Verdacht hin und als präventive Massnahme eingekesselt. Zahlreiche Personen wurden kontrolliert und weggewiesen. Unseren Erkenntnissen entsprechend, wurden gegen 170 Personen festgenommen.

Quelle: Indymedia.org, AntiRep Bern: Communique zur Anti- WEF- Demo in Bern, 22-01-2012 02:57

Antirep während der Antiwefdemo vom 21.01 in Bern

Da leider im Zusammenhang mit politischen Aktionen (vor allem auch bei Protesten gegen das WEF) immer wieder mit Repression zu rechnen ist, wird es am 21.01.12 in Bern einen EA geben. Dieser wird ab 12:00 Uhr Mittags unter der Nummer 077 414 99 60 erreichbar sein.

AntiRep-Info

Der Antirep: sammelt Informationen zu behördlichen Übergriffen und Festnahmen. Er versucht zu ermitteln, auf welche Wachen und Sammelstellen die festgenommenen Leute gebracht werden. Darüber hinaus leistet er psychische Hilfestellung, indem er den Betroffenen – und auch der Polizei – bewusst macht, dass die Situation in der Wache / Sammelstelle draussen bekannt ist und sich Leute um die Festgenommenen und deren möglichst rasche Freilassung kümmern. Der Antirep vermittelt Kontakte zu AnwältInnen, hilft bei der Formulierung von Anzeigen und begleitet allfällige Prozesse. Melde dich beim Antirep wenn: du festgenommen wirst, Festnahmen beobachtest, Opfer oder Zeuge/In von behördlichen Übergriffen wirst oder du nach einer Festnahme wieder frei kommst!

Antirep-Nummer: 077 414 99 60
Antirep-Mail: ea@immerda.ch

! Wichtig !
! Verweigere die Aussage und lass dich nicht auf Diskussionen ein !
! Unterschreibe nichts auch wenn sie dich unter Druck setzen !
! Wenn du freigelassen wirst, melde dich sofort beim Antirep !

Mit an der Demo sind: gültiger Ausweis, Antirep-Nummer, Schreibzeug, Telefonkarte.
Nicht an die Demo gehören: Drogen/Alkohol, Agenda, Adress- & Telefonverzeichnisse.

[Vor der Demo]

• Schreib die aktuelle Antirep-Nummer auf.
• Nimm einen gültigen Ausweis, Kleingeld, Telefonkarte und etwas zu schreiben mit.
• Miste deine Klamotten aus: Nimm nur mit, was du wirklich auf der Demo brauchst.
• Drogen und Alkohol haben bei Demos nichts zu suchen; sie mitzunehmen gefährdet dich und andere! Auch solltest du keine Tiere an eine Demo mitnehmen.
• Agenda, Adress- und Telefonverzeichnisse, sowie unnötige Schlüssel zu Hause lassen.
• Handy ausschalten und Adresslisten löschen.
• Auf Kontaktlinsen und fetthaltige Hautcremes verzichten. Hier können sich Reizgase anreichern.

[Während der Demo oder Aktion]

• Normalerweise sind auch ZivilpolizistInnen in der Demo. Schrei also keinen Namen durch die Gegend. Mach mit deinen Leuten einen erfundenen Namen ab, damit ihr euch trotzdem ansprechen könnt.
• Mach keine Foto- und Videoaufnahmen (auch Handy!) von Personen und Aktionen.
• Geh nicht alleine auf die Demo! Bleibt auch beim Hin- und Rückweg in der Gruppe.
• Wenn die Polizei Leute mitnimmt: Name, Geburtsdatum und Adresse notieren und an den Antirep melden. Schreib ein Gedächtnisprotokoll zu allen Vorfällen, die du beobachtest und schick es dem Antirep. [Wenn die Polizei dich kontrolliert oder mitnimmt] Die Polizei hat jederzeit das Recht, deine Personalien zu kontrollieren. Wenn du einen Ausweis dabei hast, kannst du darauf bestehen, dass sie dies vor Ort machen. Hast du keinen dabei, nehmen sie dich wahrscheinlich zur Abklärung mit auf den Posten.
• PolizistInnen sind grundsätzlich dazu verpflichtet dir ihren Namen zu nennen. Halte diese in deinem Gedächtnisprotokoll fest. Private Sicherheitsdienste haben – wie alle Privatpersonen – nur das Recht dich festzuhalten und der Polizei zu übergeben.
• Ruf den Umstehenden deinen Namen und Wohnort zu, damit sie dich beim Antirep
melden können.
• Verweigere immer die Aussage! Du musst der Polizei nur folgende Angaben machen: Name, Vorname, Meldeadresse, Heimatort, Geburtsdatum, Name der Eltern, Beruf (aber nicht Arbeits- / Ausbildungsort) – Sonst nichts!
• Antworte auf alle weiteren Fragen mit: „Dazu habe ich nichts zu sagen!“, auch wenn sie mit dir nur „über das Wetter“ reden wollen. Jede Aussage gefährdet dich und andere! Lass dich nicht auf Diskussionen mit der Polizei ein. Auch hast du seit 2011 das Recht ab der ersten Einvernahme eine/n Anwalt/-wältin beizuziehen.
• Die Polizei kann dir für ein bestimmtes Gebiet einen Platzverweis erteilen. Dieser ist nur gültig, wenn er schriftlich erteilt wurde und eine zeitliche Beschränkung hat.
• Die Polizei kann dich maximal 24 Stunden festhalten, danach müssen sie dich einem/einer Staatsanwalt/-anwältin vorführen oder freilassen. Grundsätzlich gilt, dass die Polizei dich nach Feststellen deiner Identität gehen lassen muss, wenn kein Grund für eine vorläufige Festnahme und kein Vorführungsbefehl gegen dich vorliegen. Solltest du länger als 24 Stunden festgehalten werden, verlange den sofortigen Kontakt zu einem Anwalt oder melde dich beim Antirep.
• Es gilt, dass Frauen nur von Frauen und Männer nur von Männern gefilzt / durchsucht werden dürfen.
• Wenn dir legale Gegenstände abgenommen werden, verlange eine Quittung. Wenn du die Effektenliste (Liste mit deinen persönlichen Gegenständen) unterschreibst, ziehe einen Rahmen um die aufgelisteten Gegenstände, damit nachträglich nichts hinzugefügt werden kann.

Sonst gilt:

• Unterschreibe nichts (weder die Verhörprotokolle, noch andere Dokumente)!
• Verlange, dass Sachen wie Handy oder Agenda unter Verschluss genommen werden.
• Es kann sein, dass die Polizei erkennungsdienstliche Massnahmen vornimmt (Fotos, Fingerabdrücke, DNA-Proben). Du hast das Recht, die DNA-Probe zu verweigern. Mit einem Beschluss des/der Staatsanwalts/-anwältin hat die Polizei allerdings das Recht, die Probe gewaltsam zu entnehmen. Bestehe auf jeden Fall auf dieses Einspracherecht.
• Grundsätzlich gilt: Lass dich nicht verunsichern! Die meisten Drohungen sind Bluffs um dich zu Aussagen oder Unterschriften zu drängen.
• Wenn ihr zusammen festgenommen werdet, solltet ihr keine belastenden Details austauschen, da auch im Kastenwagen Zivilpolizisten sitzen könnten.

[Nach der Freilassung]

• Melde dich sofort beim Antirep. Auch wenn du dich vorher nicht dort gemeldet hast, hat das vielleicht jemand anderes getan.
• Mach ein Gedächtnisprotokoll und schick es dem Antirep.
• Lass dir allfällige Verletzungen von einem Arzt / einer Ärztin attestieren (Spital) und fotografiere die Verletzungen möglichst umgehend.
• Wenn dich erlebte oder beobachtete Ereignisse gedanklich vereinnahmen, dich beunruhigen oder emotional beschäftigen, solltest du mit anderen darüber reden oder dich beim Antirep melden.

Unsere Solidarität gegen ihre Repression!

Antirep Bern

Antirepflyer: pdf

Quelle: Indymedia.org, Antirep während der Antiwefdemo vom 21.01 in Bern

Communiqué zur Demo in Bettwil am 15. Januar

Als der Bund beschloss, 140 Asylbewerbende in der unbenutzen Bettwiler Militärunterkunft für eine Zeit von einem Jahr einzuquartieren, war das für die Bewohner_innen Bettwils ein riesiger Schock. «Wir wurden nicht einmal gefragt!», «Aber dann kann ich meine Kinder nicht mehr draussen spielen lassen…», «Wir wollen keine Ausländer hier!» – der Grund-Tenor von Bettwiler_innen und allgemein vielen Menschen im Aargauer Seetal spricht hier eine deutliche Sprache.

Dass sich offen faschistische Gruppierungen, wie zum Beispiel die «Europäische Aktion», dem Protest angeschlossen haben, liegt auf der Hand. Sind die Nazis also Trittbrettfahrer_innen, wie vom «Pro Bettwil-Komitee» behauptet? Wohl kaum: Roger Burri spricht von bundeseigenen Internierungslager, eine Forderung, welche die «Helvetische Jugend» schon vor Jahren stellte.
Die Gegner_innen der Asylunterkunft, haben somit Applaus und Unterstützung jener erhalten, deren Sache sie selber gefördert haben.

Heute am 15. Januar fand eine Demonstration in Bettwil statt. Ca. 40 Personen zeigten, dass sie nicht einverstanden sind mit den Vorgängen der letzten Wochen im Seetal.
Die beteiligten Gruppen hielten vor dem Gemeindehaus Reden und es wurde ein Brief an die Bettwiler Bevölkerung hinterlassen.
Nach einer kurzen Demonstration durch den Dorfkern nahmen sich die Demonstrierenden die Strasse nach Fahrwangen. Kurz vor dem zu dieser Zeit in Fahrwangen stattfindenen Fest, erklärte die Polizei die Demonstration für beendet und schickte uns per Bus nach Hause.

Die Demonstration verlief problemlos und friedlich, abgesehen von Beleidigungen einzelner Dorfbewohner. Dies wohl auch aufgrund des übertrieben grossen Polizeiaufgebotes, welches von unserer Seite zu keiner Zeit Bedingung für eine Demonstration war.

Uns ist bewusst, dass das Selbstbestimmungsrecht der Bettwiler_innen durch Politiker_innen mit Füssen getreten wurde. Aber das hat die Stellvertreter_innen-Demokratie so an sich. Wer also auf sein_ihr Selbstbestimmungsrecht pocht, sollte auch so leben, statt einfach zu wählen. Alternativen zum Bestehenden gibt es zu genüge.

Wir schätzten die Zusammenarbeit und das gemeinsame Laufen mit Menschen unterschiedlichen politischen Meinungen, mit welchen wir den antirassistischen Konsens teilen. Wir betonen aber, dass wir die Arbeitweise der einzelnen Menschen, welche sich im System engagieren, nicht als zielführend erachten.

Wir werden weiterhin Rassimus in all seinen Formen bekämpfen, ob Prügelnazis, Rassisten im Anzug oder im Parlament.

Wehret den Anfängen!

15. Januar 2012, Antifa Aarau

Quelle: Indymedia.org, Communiqué zur Demo in Bettwil am 15. Januar

Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Das rassistische Verhalten der BettwilerInnen kotzt uns massiv an! Bettwil feiert den Entscheid gegen das Zentrum, wärend abgewiesene Menschen in der Schweiz auf den Strassen übernachten müssen. Das ist einfach nur menschenverachtend. Dieses langweilige Bauerndorf spielt derweil das Opfer. Aber die wahren Opfer befinden sich irgendwo auf der Strasse und müssen sich diesem Rassisten-Dorf und den rassistischen Entscheiden dieser Regierung fügen.

Wir alle waren Heute nur aus einem Grund in Bettwil. Kein Fest für Rassisten!

Für die Freiheit, für das Leben – Nazis von der Strasse fegen!

Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder – keine Frage!

AAZA-Autonome Antifa Zürcher Aberland

Jubiläumskonzert der Neonazi-Band «Indiziert» in Utzenstorf

Heute Samstagabend, 14. Januar 2012, feierte die Schweizer Rechtsrock-Band «Indiziert» im Restaurant Bahnhof in Utzenstorf BE ihr 10-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert. Besucht wurde das Konzert von rund 120 Neonazis aus der Schweiz und dem nahen Ausland.

Antifa-Aktivistinnen und -Aktivisten gelang es, sowohl den Schleusenpunkt als auch den Veranstaltungsort ausfindig zu machen: Als Schleusepunkt diente der direkt an der Autobahn A1 gelegene Parkplatz des «Burger King» bei Kirchberg BE. Wer das Konzert besuchen wollte, hatte sich laut Kontakttelefon dort zwischen 19 und 20 Uhr einzufinden, um anschliessend zum Restaurant Bahnhof in Utzenstorf gelotst zu werden. Betreut wurde das Kontakttelefon von Bandmitglied Dominic Lüthard.

Brisante Besucher aus Deutschland

Seit ihrer letzten CD-Veröffentlichung 2009 hatte die Band «Indiziert» nicht mehr viel von sich hören lassen, doch nun warb sie im Internet über Monate hinweg für ihr Jubiläumskonzert. Auf Facebook hatten bereits im Vorfeld gegen 140 Neonazis aus dem In- und Ausland ihre Teilnahme angekündigt.

Brisante Zusagen kamen aus Deutschland: So haben Thomas Gerlach und Carsten Ziese ihre Teilnahme am Konzert im Voraus angemeldet. Gerlach aus Meuselwitz bei Altenburg geriet jüngst im Zusammenhang mit der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) ins Visier von Medien und Justiz (Thomas „Ace“ Gerlach: führender Neonazi und „NSU“-Helfer). Dies hinderte ihn nicht daran, um zirka 18 Uhr die Grenze bei Basel zu passieren (wie er gleich selber twitterte) und das Konzert zu besuchen. Ziese kandidierte 2009 als NPD-Mitglied für die Zwickauer Stadtratswahlen.

Auftritt am «Fest der Völker» in Jena

Die Rechts-Rock-Band «Indiziert formierte sich im Dezember 2001 und mauserte sich in den folgenden Jahren zu einer der prominentesten Rechtsrock-Gruppen der Schweiz. Mit ihrer Musik propagiert sie offen rassistische Inhalte und bewegt sich damit in einer strafrechtlichen Grauzone. Bereits mit ihrer ersten CD erzeugte sie einiges Aufsehen: Die deutsche Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien untersagte die Bewerbung und den Vertrieb des Albums in Deutschland. Die Band trat unter anderem beim «Fest der Völker» in Jena auf, das vom gegenwärtig inhaftierten NPD-Mann Ralf Wohlleben mitorganisiert wurde. Ihm wird die Unterstützung der NSU vorgeworfen.

Die vier Bandmitglieder Dominic Lüthard, Benjamin Lingg und die Brüder Alexander und Cédric Rohrbach können eine eindrückliche Sammlung an Strafregister-Einträgen vorweisen. So wurden die beiden Rohrbach-Brüder bereits wegen Angriff und Raufhandel, Dominic Lüthard wegen Verstösse gegen die Antirassismus-Strafnorm verurteilt. Lüthard amtet zudem als Präsident und Mediensprecher im Bundesvorstand der Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) und ist gleichzeitig Vorsitzender der PNOS-Sektion Oberaargau. Cédric Rohrbach ist ehemaliges Vorstandsmitglied der PNOS-Sektion Emmental.

Antifa Bern

Quelle: Indymedia.org, Jubiläumskonzert der Neonazi-Band «Indiziert» in Utzenstorf

Kein ruhiges Hinterland – Morgen Sonntag Demo in Bettwil!

Kein ruhiges Hinterland – dem rassistischen Pöbel morgen in Bettwil entgegentreten!

Als der Bund beschloss, 140 Asylbewerbende in der unbenutzen Bettwiler Militärunterkunft für eine Zeit von einem Jahr einzuquartieren, war das für die Bewohner_innen Bettwils ein riesiger Schock. «Wir wurden nicht einmal gefragt!», «Aber dann kann ich meine Kinder nicht mehr draussen spielen lassen…», «Wir wollen keine Ausländer hier!» – der Grund-Tenor von Bettwiler_innen und allgemein vielen Menschen im aargauer Seetal spricht hier eine deutliche Sprache.


Uns ist bewusst, dass das Selbstbestimmungs-Recht eines jeden Einzelnen durch Politiker_innen mit Füssen getreten wird. Aber das hat die Stellvertreter_innen-Demokratie so an sich. Wer also auf sein Selbstbestimmungs-Recht pocht, sollte auch so leben, statt einfach zu wählen.

Wir sind wütend wegen dem rassistischen, menschenverachtenden Konsens, welchen die in Bettwil lebenden Menschen an den Tag legen. Wochenlang haben sie gegen die geplante Asyl-Unterkunft mit Fakel-Aufmärschen, Flyer- und Plakataktionen und sogar Blockaden protestiert. Dass sich offen faschistische Gruppierungen, wie zum Beispiel die «Europäische Aktion», dem Protest angeschlossen haben, liegt auf der Hand. Sind die Nazis also Trittbrettfahrer_innen, wie vom «Pro Bettwil-Komitee» behauptet? Wohl kaum: Die Dorfbewohner_innen haben Applaus und Unterstützung jener erhalten, deren Sache sie selber gefördert haben.

Als nun klar wurde, dass das Unterbringen der Asylbewerbenden aufgrund einer nicht erteilbaren Baubewilligung nicht möglich ist, wurde das in Bettwil wie ein Sieg gefeiert. Dass es Freude ist, was empfunden wird, wenn Asylbewerbende schlussendlich vielleicht abgewiesen werden müssen und an den von Frontex bewachten Aussenmauern Europas elendiglich sterben, finden wir einfach nur widerlich!

Da dieses Abfeiern einigen Menschen aus der Region Basel auch nicht gefällt, rufen sie seit heute Vormittag auf Facebook zu einer Kundgebung am morgigen Sonntag um 13 Uhr in Bettwil auf. Diese Menschen stehen mit der Polizei in Kontakt, es werden also keinerlei Probleme mit der Staatsmacht erwartet. Anders sieht es mit Provokations- und Verhinderungs-Aktionen gewisser Seetal-Bewohner_innen aus, passt also auf euch und andere auf!


Die Antifa Aarau ruft dazu auf, sich der Kundgebung mit eigenen Inhalten anzuschliessen! Durchbrechen wir den rassistischen Konsens und zeigen Solidarität mit allen Menschen, welche an Europas Aussengrenzen warten oder von Abschiebung bedroht sind!


Wir sehen uns morgen, am 15. Januar 2012 um 13 Uhr auf der Schulstrasse in Bettwil!


14. Januar 2012, Antifa Aarau

Quelle und mehr Infos: Indymedia.org, Kein ruhiges Hinterland – Morgen Sonntag Demo in Bettwil!

Lausanne:Bullen zerstören komplette Einrichtung eines Squats!

Lausanne: Die Bullen hinterlassen eine Riesenschweinerei im Squat de la Montgolfière

Heute morgen um 08.30 Uhr haben sich die Bullen gewaltsam Zugang geschafft zum Squat de la Montgolfière, der sich an der Avenue Louis-Ruchonnet 20 befindet und am 20. November 2011 eröffnet wurde, nachdem die Bewohner sich weigerten, ihnen die Tür zu öffnen. Vorwand: ein Haftbefehl und ein Durchsuchungsbefehl aufgrund einer Anzeige des Eigentümers. Fünf Personen wurden verhaftet und waren bis 14.30 Uhr in Polizeigewahrsam.

Vier Bewohner kletterten darauf aufs Dach und sind erst gegen Mittag wieder runter gekommen. In der Zwischenzeit sind Freunde zur Unterstützung vorbeigekommen, indem sie sich in der Nähe des „Hauses mit den blauen Fensterläden“ (siehe bürgerliche Medien) aufhielten.

Die Bullen haben sich in der Zerstörung dieses Lebensraums selbst übertroffen, indem sie die Eingangstür herausrissen, Sofas, Bänke u.a. zerstörten/umdrehten/herumwarfen oder auch indem sie Pflanzen entwurzelten. Hochbetten in den Zimmern wurden zerstört, die Betten sind mit zweifelhaften Flüssigkeiten verschmutzt und schliesslich ist der Boden jedes Stocks voller Trümmer.

Im Untergeschoss haben die Bullen zwei Gitarren aus ihren Hüllen genommen, um sie zu zerstören, Farbe und andere süsse Flüssigkeiten wurden über Audiomaterial geschüttet. Kurz, es ging den Bullen nicht darum, nach potenziell illegalen Dingen zu suchen, sondern klar darum, das Innere des Hauses zu zerstören.

SOLIDARITÄT MIT DEM SQUAT DE LA MONTGOLFIÈRE!

Fotos und News: Neuigkeiten vom Kollektiv TURBO-MONGOL

Quelle & mehr Fotos: https://www.lereveil.ch/lausanne-les-flics-foutent-un-gros

Noch mehr Fotos: https://www.lereveil.ch/contrib/la-police-est-la-pour-votre-non

Übersetzt aus dem Französischen von: https://www.lereveil.ch/

Gefunden auf Indymedia.org: Lausanne:Bullen zerstören komplette Einrichtung eines Squats

Dieser Angriff der Bullen, der nicht der Erste ist, zeigt wiedermal eindeutig dass wir es nicht nur mit Faschisten zu tun haben, sondern dass tatsächlich die Bullen genauso gefährlich sind. Viele Beispiele zeigen zudem dass die Bullen immer wieder Faschisten schützen. Dieser Angriff in Lausanne ist ein Angriff auf uns alle! Lassen wir uns diese Gewalt nicht gefallen!

Solidarisiert euch mit dem Squat in Lausanne!

SOLIDARITÄT MIT DEM SQUAT DE LA MONTGOLFIÈRE!

AAZA-Autonome Antifa Zürcher Aberland

ZEIT DASS ETWAS PASSIERT! ZEIT DASS ES ESKALIERT!

ZEIT DASS ETWAS PASSIERT! ZEIT DASS ES ESKALIERT!

Bald ist es wieder soweit. Ende Monat treffen sich die Wirtschafts-Barone, Politiker und Jungkapitalisten zum jährlichen WORLD ECONOMIC FORUM (WEF) um angeblich die wirtschaftlichen Probleme zu besprechen und anschliessend aus der Welt zu schaffen… ALLES LÜGEN! Das WEF wurde 1971 gegründet und sollte dem Austausch von Informationen zwischen Wirtschaftseliten, Politik und Gesellschaft dienen.

Die Realität sieht jedoch etwas anders aus…

Mit noch vollgeschlagenem Bauch der Feiertage setzt sich der Gipfel des Gipfels zusammen und spinnt die Ausbeutungs- und Unterdrückungsfäden fürs kommende Jahr. Dass die ganze Sache privat und unabhängig ist und trotzdem solch ein gewichtiger Teil dieses Wirtschaftssystems darstellt, zementiert und symbolisiert das Primat der Wirtschaft über die Politik. Die Vernetzung der Entscheidungsträger im Bereich der Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und den Medien sichert ihnen die Kontrolle über das Proletariat auf dem ganzen Globus. Das WEF ist nicht Teil der Lösung, sondern des Problems. Die Präsenz einiger Staatsoberhäupter soll das Ganze in einen transparenten Rahmen stellen und staatlich legitimieren. Die Medien reduzieren die ganze Geschichte auf die jeweiligen Ausschreitungen und umgehen geschickt Kritik und die effektiven Ergebnisse des Treffens.

Das Vorantreiben der Globalisierung und der damit verbundenen Öffnung der wirtschaftlichen Grenzen mag vielleicht nach Freiheit klingen, ist jedoch der Grund für die zunehmende Spaltung der sozialen Klassen, die vom kapitalistischen System festgehalten werden. Für zusätzliche Profite, die durch Gebührenminimierung und anderen Vorkehrungen gewonnen werden, kommt die Liberalisierung gerade richtig. In der Politik werden andererseits die Grenzen sofort dicht gemacht, wenn Flüchtlingsströme drohen. Die Drittweltländer werden überall sein! Das WEF ist der Inbegriff für Ausbeutung, Lügen und Heuchelei! Jeder Mensch, der verhungert, wurde GETÖTET! Unser Blut kocht nun bis zum Siedepunkt!

Tragen wir gemeinsam unsere Wut am 21.1.2012 in Bern auf die Strasse!

ALLE AN DIE ANTI-WEF-DEMO IN BERN!

WIR SIND IHNEN EGAL, SOLANGE WIR SCHWEIGEN!

ZEIT DASS ETWAS PASSIERT! ZEIT DASS ES ESKALIERT!

AAZA-Autonome Antifa Zürcher Aberland

Der Widerstand geht weiter…

Die AAZA-Autonome Antifa Zürcher Aberland wünscht allen Genossinnen und Genossen ein revolutionäres neues Jahr und der Widerstand geht weiter…

Siamo tutti Antifascisti…forever!!!