Archiv für November 2011

Wilde Demo in Genf: Die Faschos von der Strasse fegen!

Am Freitag animierte eine wilde Demo die Strassen von Genf und zerstörte die Monotonie in knalligen Farben eines Genfer Freitagabends.

Nach einer sehr gut besuchten Versammlung, wo wir feststellten, dass faschistische Gewalt aller Art (Brandanschläge, Aggressionen, Einschüchterungsversuche) wieder häufiger wird, entschieden sich die Antifaschisten, wieder auf die Strasse zu gehen: keine Aggression wird unbeantwortet bleiben.

Gestern Abend liefen 100 bis 200 Leute durch das Stadtzentrum. Die Demo war spontan und sehr mobil, es hatte keinen öffentlichen Aufruf gegeben, was erklärt, dass die Bullen überrascht waren.

Die Demonstranten liefen während ungefähr einer Stunde durch Calvingrad, um die Bevölkerung zu sensibilisieren bezüglich der kürzlichen Explosion von Naziangriffen in einer Stadt, die immer voller Stolz durchmischt war.
Der Demozug lief durch das Arbeiterquartier Jonction und ging danach in die Altstadt, angebliche „Hochburg“ der Genfer Rechtsextremen. Aber, ganz zufällig, keine Spur von diesen Ratten, die in der Kanalisation versteckt blieben.

Während der Demo wurden Plakate geklebt, Parolen wurden überall getagt und das Pub „Spring Brothers“ (häufig frequentiert von den Nazis) wurde ausgebuht. Pyros und Rauchbomben wurden abgefeuert. Eine grosses Auto mit einer Diplomatennummer, das den Demozug durchquerte und einen Demonstranten umfuhr, wurde beschädigt.

Es gibt keine Verhaftungen zu beklagen, aber gemäss der bürgerlichen Presse wurden vier junge Demonstranten kontrolliert.

Lärmig, kommunikativ und kämpferisch: das ist unsere Reaktion gegenüber diesen Frustrierten, die feige Hinterhalte mit Messerstichen bevorzugen.

KEINE GRENZEN ZWISCHEN DEN PROLETARIERN, KEINE STRASSEN FÜR DIE NAZIS! GENF GEGEN FASCHISMUS!

Übersetzt von: https://www.lereveil.ch/

Quelle und Fotos: Hier mehr…

Castor2011: Angriff der Polizei auf Camp Metzingen

Castor2011: Angriff der Polizei auf Camp Metzingen(D)

Am Vorabend(25.11.) der voraussichtlichen Ankunfts des Castor-Transportes im Wendland unternimmt die Polizei eine “Streifenfahrt” mit schweren Gerät durch die Dorfstraße des widerStand-Nestes Metzingen. Dabei stürmten die Polizisten durch die Straße und prügelten auf jedeN der ihnen in den Weg kam. Ein Wasserwerfer schoss wild um sich. Anwesende Presseleute wurden an ihrer Arbeit gehindert.

Castorvideo: Angriff der Polizei auf Camp Metzingen from filmpiraten on Vimeo.

Update 29.11.2011

An den Castortagen machten sich im Rahmen der Kampagne Castor?Schottern! hunderte Menschen auf, die Steine aus dem Schottergleisbett zu entfernen, um so die Bahngleise für den kommenden Castortransport unbrauchbar zu machen. Die Kurzdoku begleitet mehrere Schotter-Gruppen vom 26. und 27.11.2011 in der Göhrde. Dabei kam es zu gewalttätigen Übergriffen durch die Polizei. Ein Fotograf wurde direkt mit Pfefferspray von einem Polizisten angegriffen.

Castor2011? Schottern! from Filmpiraten on Vimeo.

Quelle: filmpiraten.com, Castor2011: Angriff der Polizei auf Camp Metzingen und Castor2011? Schottern!

Deutsche Rechtsextreme sprachen in der Schweiz

Die völkisch-heidnische Avalongemeinschaft lud deutsche Rechtsextreme als Redner in die Innerschweiz ein. Nach unseren Erkenntnissen fand am 12. November 2011 im Grossraum Luzern eine Infoveranstaltung des rechtsextremen Zirkels statt, an der bedeutende Vertreter der rechtsextremen Szene – unter ihnen Bern Rabehl – aus Deutschland gesprochen haben.

Die Avalongemeinschaft besteht seit 1990 und orientiert sich an völkisch-nationalen Werten. Sie organisierte immer wieder Vorträge mit holocaustleugnenden Inhalten, an denen auch ehemalige SS-Angehörige teilnahmen. Ihr Schwerpunkt liegt in der rituellen Zelebrierung einer nordischen-germanisch Herrenrasse. Die Organisatoren legen grossen Wert darauf, im Verborgenen zu bleiben und halten ihre Veranstaltungen jeweils klandestin und unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab. Für den 12. November hatte die Gemeinschaft zwei einschlägig bekannte Namen gebucht: Hans Schmidt (Baden-Würthenberg) und Bernd Rabehl (Berlin).

Hans Schmidt zählt zu den Führungspersönlichkeiten der „Artgemeinschaft germanische Glaubensgemeinschaft wesensgemässer Lebensgestaltung“. Diese Organisation knüpft in ihrer Ideologie direkt an die Rassenlehre des nationalsozialistischen Deutschlands an. Bereits als Student war Schmid politisch aktiv und gründete den „Nationaldemokratischen Hochschulbund“ (NHB) in Tübingen. Verheiratet ist er mit Edda Schmidt, eine der einflussreichsten Frauen in der deutschen rechtsextremen Szene. Gemeinsam betreiben sie ein Versandantiquariat für Schriften aus dem Dritten Reich in Bissingen-Steinhofen. Deshalb wurde das Ehepaar bereits wegen „Anstachelung zum Rassenhass“ verurteilt. Weiter gilt er als Mitautor für das Publikationsorgan der mittlerweile verbotenen „Hilfsgemeinschaft Nationaler Gefangener“ sowie der Zeitschrift „Nation und Europa“.

Bernd Rabehl war ursprünglich Träger der 68er Revolte in Deutschland und wechselte in den 90er Jahren ins rechtsextreme Lager. Er wandelte sich zum Vertreter eines völkischen Nationalismus und empörte sich immer stärker über die „Überfremdung“ und das „Antisemitismus-Tabu“. Er engagierte sich für die DVU und die NPD, wurde 2009 gar als gemeinsamer Kandidat für das Amt des deutschen Bundespräsidenten gehandelt. In der Schweiz hielt Rabhel bereits Vorträge bei der PNOS-Langenthal.

Die beiden Referenten wurden nicht zufällig ausgewählt. Ihre teilweise krude Argumentationsführung dient der rechtsextremen Szene als politischer Überbau für ihr Selbstverständnis. Gerade der von der Artgemeinschaft vertretene Sozialdarwinismus und ihre Vorstellung von der Verbundenheit eines Volkes durch Blut und Erde legitimieren die Wertvorstellungen der Neonazis. Die Vorträge müssen somit als Teil der politischen Bildung von Neonazis verstanden werden, die durch Adrian Segessenmann, Kopf der Avalongemeinschaft, forciert wird.

Quelle: Indymedia.org, Deutsche Rechtsextreme sprachen in der Schweiz

Reclaim The Streets RTS, 03.12.11, Aarau

Nächtliches Tanzvergnügen
Samstag, 3. Dezember 2011, 20.30 Uhr, Schlosspark in Aarau

Die Tage werden kürzer und kälter, die Nächte dafür um so länger und heisser. Daher laden dich und all deine Freunde ganz herzlich dazu ein, mit uns am Samstag, 3. Dezember 2011, ab 20.30 Uhr durch Aarau zu tanzen und zu feiern.

Discokugeln statt Blaulicht

Wir machen unsere Party auf der Strasse, da es einfach keine Alternative dazu gibt. Kulturelle und politische Freiräume passen nicht ins schöne und saubere Stadtbild und so verschwinden nach und nach auch noch die letzten Räume. Und auch wir passen oft nicht in das Erscheinungsbild unserer Vorzeigestädte, was wir in Form von Kontrollen und Verdrängung immer wieder selber erfahren.

D.I.Y. statt Staat & Polizei

Aber nun genug gejammert, denn wir haben es in der eigenen Hand! Es wäre schön, wenn auch du den Weg nach Aarau zu unserem nächtlichen Tanzvergnügen findest. Mit einem Live-Wagen (Hiphop & Punk) und einem DJ-Wagen (Progressiv & Psytrance) tanzen wir durch das beschauliche Städtchen. Natürlich sind wir auch um dein leibliches Wohl besorgt: An der fahrenden Bar gibt es kalte und warme Getränke und Kleinigkeiten zu Essen.

Eine Anmeldung ist nicht nötig, weiter erzählen jedoch erwünscht.
Bis dahin verbleiben wir mit grosser Vorfreude!

Quelle und mehr Infos: Reclaim The Streets RTS, 03.12.11, Aarau

Rote Hilfe: Treffen zu Diepoldsau

Treffen für die Verhafteten von Diepoldsau: Freitag, 18.11.2011, 19.00, Zentrum des revolutionären Aufbaus Zürich, Meinrad-Lienert-Str. 15, Zürich

Am 10. September 2011 kesselte die Kantonspolizei St. Gallen unweit von Diepoldsau eine Demonstration gegen ein geplantes Treffen der faschistischen «Europäischen Aktion» ein. Die DemonstrantInnen wurden verhaftet und haben mittlerweile Strafbefehle mit hohen Bussen und Spruchgebühren bekommen. Viele der Betroffenen haben dagegen Rekurs eingelegt und Akteneinsicht verlangt.

Nun gilt es, kollektiv und zusammen mit JuristInnen zu diskutieren, wie wir juristisch und politisch weiter dagegen vorgehen wollen und was unsere Möglichkeiten sind. Wir möchten euch deshalb am Freitag, 18.11.2011 zu einem Treffen dazu einladen. Dieses findet um 19.00 im Zentrum des Revolutionären Aufbaus Zürich an der Meinrad-Lienert-Str. 15 in Zürich statt (Tram Nr 3 vom HB bis Lochergut).

Wenn ihr weitere Fragen oder Anmerkungen habt, meldet euch doch bei der Roten Hilfe: rotehilfe@aufbau.org

Solidarität ist eine Waffe!

Erklärung zum Urteil von Bellinzona

Erklärung zum Urteil von Bellinzona

Unter grossen Sicherheitsvorkehrungen führte das Bundesstrafgericht in Bellinzona heute den unterbrochenen Prozess gegen unsere Genossin weiter. Bekanntlich forderte der Staatsanwalt der Bundesanwaltschaft Stadler 4 1/2 Jahre Gefängnis unbedingt für Andi. Das Bundesstrafgericht ist nun seinem wilden Mix aus Lügen und Halbwahrheiten, das Resultat jahrelanger geheimdienstlicher und polizeilicher Arbeit nur teilweise gefolgt. Freigesprochen wurde unsere Genossin bezüglich der Brandstiftung am Auto eines Zivilpolizisten und für 3 der 5 eingeklagten Raketenangriffe. 17 Monate unbedingt lautet schliesslich das Urteil für zwei Raketenangriffe, die das Bundesstrafgericht in Übernahme der bundesanwaltschaftlichen Logik konsequent als „Sprengstoffanschläge“ bezeichnete. Ein zweifellos hartes Urteil, aber auch ein Teilsieg als Frucht einer breit getragenen, internationalen politischen Kampagne. Gemeinsam sind wir stark!

Revolutionärer Aufbau Schweiz
Bellinzona, 8. November 2011

Quelle: Revolutionärer Aufbau Zürich, Erklärung zum Urteil von Bellinzona

Hier mehr Infos…

SOLIDARITÄT MIT ANDI!

DEN ANGRIFF GEGEN ANDI ZURÜCKSCHLAGEN!

DER KAMPF GEHT WEITER!

Neonazis planen Fackelmarsch in Zug!

Die Betreiber der extrem rechten Luzerner Internetzeitung «info8.ch» wollen am 11. November 2011 als «Occupy Zentralschweiz» in der Stadt Zug einen Gedenkmarsch durchführen – und damit auf den Zug der populären «Occupy»-Bewegung aufspringen.

Dass Neonazis gerne trittbrettfahren oder Bewegungen unterwandern, um ihr krudes Gedankengut unter die Leute zu bringen, ist kein neues Phänomen – auch nicht im Umfeld der «Occupy»-Bewegung: Am 15. Oktober verteilten Aktivisten der rechtsextremen «Europäischen Aktion» um den Holocaustleugner Bernhard Schaub Flugblätter am Rande der Kundgebung «Occupy Paradeplatz» in Zürich. Titel ihres verklausuliert antisemitischen Flyers: «Banken entmachten!»

Nun sind es die Macher der Internetzeitung «info8.ch», die für einen «Gedenkmarsch für Freiheit statt Spekulation» nach Zug mobilisieren, um «den Opfern von Rohstoff-Spekulationen zu gedenken». „Mitbegründer der Plattform «info8.ch» ist der JSVP-Mann Anian Liebrand. Sein Redaktionskollege Christian Huber, der das Ressort «Online» betreut, war früher Webmaster des Internetauftritts der extrem rechten Partei National Orientierter Schweizer (PNOS). Und die Redaktion als Ganzes veröffentlicht auf «info8.ch» unkritische bis werbende Reportagen von PNOS-Anlässen.“1

«info8.ch» berichtet seit Wochen prominent über die «Occupy»-Bewegung und hat freundschaftliche Bande zur Verschwörertruppe «We Are Change» (WAC) geknüpft, welche die hiesigen «Occupy»-Kundgebungen mitträgt. Der Sprecher von «We Are Change Switzerland», Dominic Schriber, ist wiederholt durch antisemitische Äusserungen aufgefallen. Auch pflegt er einen persönlichen Kontakt zum rechtsextremen Autor Jan Udo Holey, der – teils unter dem Pseudonym «Jan van Helsing» – mehrere geschichtsrevisionistische und verschwörungstheoretische Bücher verfasst hat.

«Al Kreida» in Luzern

Anian Liebrand und seine Mitstreiter bedienen sich zuweilen eher unkonventioneller Mittel: Am 10. September 2011 malten sie Kreidebotschaften auf die Luzerner Seebrücke und machten so auf die angeblichen Mängel der offiziellen 9/11-Version aufmerksam. Sie griffen damit eine Aktionsform auf, die «We Are Change» gerne wählt, um ihre Verschwörungstheorien in die Öffentlichkeit zu tragen.

Antifa Bern

Bemerkungen: Diese Medienmitteilung ist nach neuen Infos und Erkenntnissen angepasst worden. 1Ein kleiner Teil des Original-Artikels musste aus juristischen Gründen leider abgeändert werden.

Gefunden auf indymedia.org, Neonazis planen Fackelmarsch in Zug!

Erneute Razzia gegen Wagen-Szene in Freiburg!

Erneute Razzia gegen Wagen-Szene in Freiburg(D)!

Seit der Räumung der Wagenburg Kommando-Rhino vor genau drei Monaten ist viel passiert. Die Repressionsbehörden durchsuchten am 3. November 2011 erneut Wohnwagen von GenossInnen, die derzeit in der Langemarckstraße westlich der Merzhauser Straße stehen. Zwei Wagen wurden am frühen Nachmittag teilweise in Abwesenheit der BewohnerInnen aufgebrochen und durchsucht. Am Morgen war ein Platzloser Wägler in seiner Karre kontrolliert worden. Die Bullen fotografierten vermeintliche Beweisstücke für einen Angriff auf einen EDEKA-Megamarkt am vorhergegangenen Abend (Presse). Bei der späteren Durchsuchung zweier Wagen wurden dreckige Klamotten beschlagnahmt.

Dem Protest und hohen Sachschaden der nach der Zerstörung der Wagenburg Rhino auf dem M1-Gelände Anfang August entstanden war folgten zahlreiche Bullenaktionen. Die Repression gegen die linke Szene in Freiburg war seither so heftig wie seit Jahren nicht mehr. Nach einer Razzia der KTS gab es eine Durchsuchung der Gartenstraße 19, eine Durchsuchung eines mutmaßlichen „Molliabfüllstation“-Wagens in St Georgen, ein verhindertes Straßenfest, die Erstürmung des Geländes der Schattenparker am Rande des Papstbesuches, die Beschlagname von Wagen in Zähringen und vieles mehr. Die Kriminalisierung alternativer Wohnformen und besonders die der WäglerInnen geht weiter, in Freiburg, Hamburg und vielen weiteren Orten.

Solidarität mit den von Repression betroffenen!

Für mehr Leben wagen und kaputte Supermärkte!

Gefunden auf linksunten.indymedia.org, Erneute Razzia gegen Wagen-Szene in Freiburg

Wagenplatz Zomia Räumungs-bedroht!

Der Wagenplatz Zomia in Hamburg-Wilhelmsburg hat am 18.10.2011 eine Räumungsanordnung erhalten – mit sofortiger Vollziehbarkeit. Ab 4.11.2011 kann geräumt werden, wann es passieren soll ist unklar. Jetzt ein Zeichen setzen für selbstbestimmtes Leben, gegen unsoziale und neoliberale Stadtpolitik! Jetzt Wagenplätze verteidigen – jetzt die Räumung des Wagenplatzes Zomia verhindern!

Vor einem Jahr ist die Wagengruppe Zomia (20.11.2010) mit der offenen Besetzung eines Platzes in Wilhelmsburg angetreten um nach den Wagenplatzräumungen in den 2000er Jahren auf die unveränderte Lage hinzuweisen: Menschen in Hamburg wollen nach wie vor gerne offen kollektiv und selbstbestimmt im Wagen wohnen. Nach der Räumung der Wagenplätze Hellgrundweg (2000), Schützenstraße (2002), Paciusweg (2002), Bambule (4.11.2002), Wendebecken (2004), Parkplatz Braun und auf mindestens 18 Plätzen der Wagengruppe Dosengarten (2000) unter der Führung von Ronald Schill / Ole von Beust und auch dort bereits Markus Schreiber klafft noch immer eine tiefe Lücke. „Aus für alle Bauwagen bis 2006“ war damals das Motto der Rechtspopulisten. „Wir ziehen diese Sache jetzt durch“, lässt sich Markus Schreiber im Oktober 2011 zitieren, und: „Wenn nichts Unvorhersehbares geschieht, dann ist der Zomia-Bauwagenplatz Ende November Geschichte“..

Jede Person in Hamburg und anderswo sollte über ihre Lebensform selbst bestimmen können. Bezahlbarer Wohnraum oder Wagenplätze in der Stadt Hamburg sind hier kein Widerspruch sondern Notwendigkeiten die sich aus dem Bedarf und den unterschiedlichen Wünschen der Menschen ergeben. Die scheinbare Notwendigkeit zur Vertreibung nicht erwünschter Personen, zur Aufwertung und Verwertung, zu grotesken Bauprojekten und der Errichtung immer neuer Büro- und Gewerbekomplexe, wo viele andere leer stehen, ergibt sich aus einer kapitalistischen Stadtentwicklung , aus der scheinbaren Notwendigkeit in einem irren städtischen Standortgerangel mithalten zu müssen. In dieser Logik wird verdrängt, vertrieben und verwertet was nicht passt. Die vielen Brandherde des Protests gegen Aufwertung und Vertreibung flammen in der ganzen Stadt auf: Das Fass ist schon übergelaufen! Es reicht! Das lassen wir uns nicht gefallen. Lasst uns die Stadt selbst gestalten und das Recht auf Stadt in die Hand nehmen. „Wir ziehen das jetzt durch!“

Markus Schreiber kann, aber er will nicht: Das Problem einen Wagenplatz in Hamburg zuzulassen ist kein juristisches, sondern ein politisches. Selbst das heftig umstrittene Hamburger Wagengesetz lässt die Duldung von Wagenplätzen bis zu 5 Jahren zu. Dies zeigt auch die Praxis z.B. in Altona, wo die beiden bestehenden Plätze mit gleichen juristischen und planerischen Voraussetzungen soeben eine Vertragsverlängerung bekommen haben. Aber auch das Gesetz selbst muss weg, denn es hat seine Wurzeln in der Nazi-Ideologie und ist in den 50ern zur Vertreibung von Sinti und Roma entstanden. „Gegen Wagenplätze steht eine Haltung“, sagt Schreiber selbst.

Wie sehr müssen sich die Konflikte zuspitzen, bis Menschen den Mut aufbringen sich zu positionieren? Mietenwahnsinn, Zaun gegen Wohnungslose, Vertreibung von Sexarbeiter_innen und viele mehr: Wir können jetzt entscheiden, die repressive Law-and-Order-Politik – dieses Mal gegen Wagenplätze – zu stoppen und uns Schreibers Feldzug der Verwertung und Vertreibung in den Weg zu stellen! Seiner Vertreibungspolitik weht ein steifer Wind entgegen. Mit einer Wagenplatzräumung wird er zum Sturm werden.

Die Fläche Zomias ist für die nächsten Jahre nicht verplant, es gibt keine Alternativen. Zwei nicht annehmbare „Alternativen“ sollen als Nebelkerzen zur Räumungslegitimation dienen. Der Bezirk fährt die schillernde Linie. Bürgerschaft, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt und Bürgermeister-Staatsräte produzieren seit einem Jahr Verwaltungsakte und Ausschusssitzungen und glänzen mit Zurückhaltung. Ergebnis unterm Strich: Markus Schreiber darf weiter aufräumen. Es reicht – Zomia ist eine_r von vielen und es steht nicht alleine da!

Unsere Forderungen sind einfach umzusetzen:

Zomia da lassen wo es ist!

Wir fordern die sofortige Rücknahme der Räumungsanordnung!

Wir fordern die Stadt Hamburg auf Position zu beziehen für eine tolerante Stadt, für Wagenplätze und gegen Markus Schreibers Feldzug der Vertreibung!

Wir fordern nach den Handlungen der letzten Jahre und Monate von der Bezirksversammlung Mitte die Abwahl von Markus Schreiber als Bezirksamtsleiter!

Wir sind solidarisch mit den Auseinandersetzungen für ein AZ Altona, für den Erhalt der Roten Flora, für ein selbstbestimmtes Gängeviertel und mit den vielen weiteren Kämpfen für ein Recht auf Stadt.

Aufruf/Blog des Wagenplatzes Zomia: http://zomiableibt.blogsport.eu/ und http://zomia.blogsport.eu/

Der Wagenplatz Zomia in Hamburg-Wilhelmsburg hat am 18.10.2011 eine Räumungsanordnung erhalten – mit sofortiger Vollziehbarkeit. Ab 4.11.2011 kann geräumt werden, wann es passieren soll ist unklar.

Für das Recht auf selbstbestimmtes Leben und Wohnen – Wagenplätze verteidigen!

„Wir ziehen das jetzt durch!“ – Zomia bleibt!

Demonstration 5.11.2011, 15.00 Uhr Millerntorplatz / Budapester

Gefunden auf linksunten.indymedia.org, Wagenplatz Zomia Räumungs-bedroht!

SVP-Nationalrätin als Referentin bei extrem rechter Burschenschaft!

Extrem rechte Burschenschaft aus Bielefeld (D) lädt die Aargauer SVP-Nationalrätin Sylvia Flückiger-Bäni zum Vortrag ein.

Die extrem rechte Burschenschaft Normannia Nibelungen, die im deutschen Bielefeld beheimatet ist, lädt die Aargauer SVP-Nationalrätin Sylvia Flückiger-Bäni zu ihrer sogenannten 7. Ideenwerkstatt ein. Unter dem Titel «Völkerwanderung im 21. Jahrhundert – Fluch oder Segen?» soll Flückiger-Bäni dort am 5. und 6. November 2011 zur SVP-Ausschaffungsinitiative referieren.

Auf wen hat sich Flückiger-Bäni da eingelassen? In der Normannia sind Rechtsextremisten versammelt, die beispielsweise in engem Kontakt zu ausgewiesenen Holocaustleugnern stehen. So referierte auch ein Horst Mahler im Haus der Normannia Nibelungen. Auch einen kameradschaftlichen Kontakt zur mehrfach verurteilten Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck pflegte man aus dem Haus der Burschenschaft.

Mitglieder dieser Burschenschaft waren und sind aktiv im Vorstand der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland, die verantwortlich ist für die grössten Naziaufmärsche in Europa, die sogenannten «Trauermärsche» in Dresden. Ein anderer Aktivist der Normannia Nibelungen betreibt unter dem Titel «Wewelsburg Records» einen Versand von Nazi-Musik.

Neben Sylvia Flückiger-Bäni sind ausgewiesene islamfeindliche Hetzer wie Udo Ulfkotte oder Rassisten wie Michael Paulwitz geladen.

Antifa Bern

Quelle: Antifa Bern, Samstag, 29. Oktober 2011 um 20:59 Uhr, SVP-Nationalrätin als Referentin bei extrem rechter Burschenschaft

DEN REAKTIONÄREN KONSENS KIPPEN!

BURSCHENSCHAFTEN UND SVP ABSCHAFFEN!