SOLIDARITÄTSERKLÄRUNG

So­li­da­ri­tät mit dem Wa­gen­platz „Kom­man­do Rhino“ in Freiburg!​

Seit fast 2 Jah­ren wird das M1-​Ge­län­de im Frei­bur­ger(D) Stadt­vier­tel Vau­ban von den Be­woh­ner_in­nen und Un­ter­stüt­zer_in­nen des Wa­gen­platz „Kom­man­do Rhino“ be­setzt.
Es ist ein selbst­ver­wal­te­ter Raum mit ca. 30 Wägen und ihren Be­woh­ner_in­nen, ein Café und Räume für In­fo­ver­an­stal­tun­gen, Kon­zer­te und Aus­stel­lun­gen ent­stan­den.
Wäh­rend sich der Stadt­teil­ver­ein Va­baun mit dem Wa­gen­platz so­li­da­ri­siert und, wie das Wa­gen­kol­lek­tiv „Kom­man­do Rhino“, eine Be­tei­li­gung der (An)Woh­ner_in­nen an der Pla­nung der Ein­gangs­flä­che des Vier­tels for­dert, will die Stadt­ver­wal­tung das Ge­län­de an die Stadt­bau GmbH ver­kau­fen. Es soll als In­fo­park für die Expo in Shang­hai ge­nutzt und schließ­lich mit Ei­gen­tums­woh­nun­gen und Ho­tels be­baut wer­den.
Ge­ne­rell solle es auf städ­ti­schem Ge­län­de keine wei­te­ren Wa­gen­plät­ze mehr geben.
Dem Wa­gen­platz, als al­ter­na­ti­ve Wohn­form, selbst­ver­wal­te­ter Raum und Ver­net­zungs­punkt im Vier­tel, droht die po­li­zei­li­che Räu­mung und die Be­schlag­nah­mung der Wägen.

Wir so­li­da­ri­sie­ren uns mit dem räu­mungs­be­droh­ten Wa­gen­platz „Kom­man­do Rhino“ und un­ter­stüt­zen den „Kampf um ein Er­satz­ge­län­de, Frei­räu­me und die Le­ga­li­sie­rung un­se­rer Wohn­form“ (aus dem Auf­ruf der Rhi­nos).
Durch die Be­set­zung des Ge­län­des brin­gen die Be­woh­ner_in­nen und Un­ter­stüt­zer_in­nen das „Recht auf Stadt“, al­ter­na­ti­ve Wohn- und Le­bens­for­men und au­to­no­me Räume in die Aus­ein­an­der­set­zung um Stadt­ent­wick­lung ein.
Statt ka­pi­ta­lis­ti­scher Stadt­um­struk­tu­rie­rung und an­ony­mi­sier­tem Woh­nen wün­schen wir uns viele po­li­ti­sche Wohn-, Kunst-​, Kul­tur-​ und Wa­gen­kol­lek­ti­ve.

So­li­da­ri­tät mit dem Wa­gen­platz „Kom­man­do Rhino“ in Freiburg!

Quelle: Politisches Kunst-, Kultur-und Wagenkollektiv in Freiburg
Links zum Thema: Anne [freiburg] oder Autonome Antifa Freiburg

Gedanken zum Wagenleben:
Gemeinschaftliches Wagenleben ist ein offenes, buntes und selbst organisiertes (Autonomes) Projekt. Es bietet Platz für familienähnliches, umweltbewusstes und solidarisches zusammen leben. Neben dieser leistbaren wohnform ist es aber auch ein Ort der Begegnung – für jung und alt, AnrainerInnen und Reisende – an dem soziale, künstlerische und kulturelle Entfaltung ganz unkomerzionell möglich ist. Eine Alternative zu Vereinsamung in Betonschluchten!

Wagenplätze überall, jetzt!

Wagenplätze statt rechter Hetze!